Facebook Werbung ist eine tolle Möglichkeit, um Ihre Wunschzielgruppe zu erreichen, bietet aber auch eine Menge Möglichkeiten, um Ihr kostbares Werbebudget zu verschwenden. Gerade Anfänger machen hier teils teure Fehler, die wir Ihnen in diesem Artikel aufzeigen wollen, damit Sie diese Fehler vermeiden können.

Facebook Werbung – 7 Fehler bei der Kampagnenerstellung

 

Facebook Werbung ist ein mächtiges Online Marketing Werkzeug, was extrem viele Möglichkeiten bietet – vor allem bei der Zielgruppenbestimmung macht Facebook Werbung so schnell niemand etwas vor. Allerdings bieten diese vielen Möglichkeiten auch die Gefahr, das Werbebudget zu verpulvern, wenn man es nicht richtig investiert und die falschen Einstellungen vornimmt.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 7 Fehler, die vor allem Anfänger im Bereich Facebook Werbung häufig machen, und die wirklich teuer werden können, damit Sie diese Fehler vermeiden und ihr Werbebudget sinnvoll investieren können.

 

01 – Falsches Kampagnenziel auswählen

Bei der Erstellung einer neuen Werbekampagne auf Facebook werden Sie zuerst von Facebook gefragt, welches Ziel Ihre Kampagne hat. Hier gibt es eine Menge Auswahlmöglichkeiten:

In sehr vielen Fällen macht das Ziel „Conversions“ oder „Leadgenerierung“ Sinn. Wenn Sie zum Beispiel einen Verkauf in Ihrem Shop erzielen wollen, dann nutzen Sie Conversions als Kampagnenziel, damit Sie messen können, wie viele von den Klicks auf Ihre Werbeanzeigen am Ende Ihr Produkt gekauft haben.

Wenn Sie aber lieber Leads direkt über Facebook gewinnen möchten (Lead-Ads), dann wählen Sie Leadgewinnung.

Häufig wird als Ziel „Traffic“ ausgewählt, obwohl ein Produkt über einen Shop verkauft werden soll. Da Sie mit dem Kampagnenziel Traffic aber gar keine Verkäufe messen können, sondern nur Klicks auf Ihre Anzeige, wissen Sie nie wie viele Verkäufe wirklich durch Ihre Facebook Werbung erzielt wurden. So haben Sie kaum Möglichkeiten Ihre Werbeanzeigen zu messen und zu optimieren.

 

02 – „Beitrag bewerben“-Funktion häufig nutzen

Wenn Sie einen Beitrag auf Ihrer Facebook Seite veröffentlichen, haben Sie unter jedem Beitrag die Möglichkeit den „Beitrag bewerben“-Button anzuklicken, um diesen Beitrag per Werbung zu pushen. Diese Funktion wird von Anfängern viel zu häufig verwendet, was fast immer zu unbefriedigenden Ergebnissen führt.

Sie haben bei der Erstellung einer Facebook Werbung per „Beitrag bewerben“ nur extrem eingeschränkte Möglichkeiten Ihre Werbung anzupassen, zu messen und zu optimieren. Nutzen Sie lieber normale Facebook Werbekampagnen, um das Ziel zu erreichen, was der Beitrag erreichen soll.

Den „Beitrag bewerben“-Button sollten Sie nur in Ausnahmefällen nutzen.

 

03 – Zu wenige (oder sogar nur eine) Variante erstellen

Facebook bietet Ihne etliche Informationen, mit denen Sie den Erfolg Ihrer Facebook Werbung messen können. Sie können zum Beispiel jederzeit die Anzahl und Kosten der Klicks einsehen oder die Kosten pro Conversion. Nutzen Sie diese Informationen, indem Sie direkt zu Beginn Ihrer Werbekampagne mehrere verschiedene Anzeigenvarianten ins Rennen schicken.

So können Sie mehrere Anzeigenvarianten gegeneinander testen und am Ende schauen, welche der Varianten am effizientesten für Sie arbeitet. Dann schalten Sie nach und nach die schlecht laufenden Anzeigenvarianten aus. Am Ende bleiben nur noch die guten Varianten übrig. So sparen Sie sich das Raten, ob die Anzeige Ihrer Zielgruppe gefallen könnte.

Wenn Sie einfach nur eine Variante online stellen wissen Sie nicht, ob nicht eine andere Variante viel besser funktioniert hätte. Nehmen Sie sich unbedingt am Anfang die Zeit verschiedene Varianten zu erstellen. Diese müssen sich nichtmal drastisch unterscheiden. Schon eine kleine Änderung am Text oder Titel kann überraschend starke Auswirkungen auf Ihre Klick-Kosten haben. Sie werden sich vielleicht wundern!

 

04 – Platzierung der Werbeanzeigen

Es gibt etliche Positionen innerhalb von Facebook, an denen Sie Ihre Werbeanzeigen erscheinen lassen können. So können Sie Ihre Anzeigen zum Beispiel im Newsfeed, am rechten Rand des Newsfeeds, im Messenger oder auch bei Instagram erscheinen lassen.

Achten Sie zuerst darauf, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält. Wenn Ihre Zielgruppe schon etwas älter ist, kann es unter Umständen Sinn machen Instagram als Platzierung für Ihre Werbeanzeigen zu deaktivieren, weil dort eher die jüngeren Menschen unterwegs sind.

Außerdem können Sie einstellen, ob Ihre Anzeigen nur an Mobilgeräte oder nur an Computer ausgespielt werden sollen. Hier kann es – je nach Format Ihrer Anzeige – extrem viel Sinn ergeben die Computer auszuschließen, wenn Sie zum Beispiel ein quadratisches Video als Werbeanzeige ausspielen wollen.

 

05 – Facebook-Pixel wird nicht verwendet

Mithilfe des Facebook Pixels können Sie zum Beispiel Ihre Websitebesucher der letzten 90 Tage ganz gezielt auf Facebook bewerben. Das nennt sich Remarketing und ist eine mächtige Werbevariante. Diese kann aber nur verwendet werden, wenn Sie den Facebook Pixel auf Ihrer Website installiert haben.

Das sollten Sie sogar schon tun, wenn Sie gerade erst über Facebook nachdenken, aber noch gar keine Werbung auf Facebook schalten. So kann Ihr Pixel schon mal Daten sammeln, die Sie dann verwenden können, wenn Sie Werbung auf Facebook schalten wollen.

Denken Sie daran Ihre Datenschutzerklärung entsprechend anzupassen, damit Sie den Pixel rechtssicher einsetzen können. Zur Not hilft Ihnen hier Ihr Anwalt weiter. Wir dürfen natürlich keine Rechtsberatung machen.

 

06 – Zielseite ist nicht für die Conversion optimiert

Ein häufiger Fehler, der nicht direkt mit der Kampagnenerstellung auf Facebook zu tun hat, ist die nicht optimale Zielseite (z.B. Ihre Website oder Landingpage) Ihrer Facebook Werbung. Hat Ihre Werbekampagne zum Beispiel das Ziel Newsletter-Abonnenten zu generieren, sollten Sie dazu eine eigene Landingpage erstellen und auf dieser Seite keinerlei ablenkenden Elemente von der gewünschten Aktion platzieren.

Der User, der über die Facebook Werbung kommt, sollte also auf der Zielseite nur die Möglichkeit haben Informationen zu lesen und sich bei dem Newsletter anzumelden.

Achten Sie auf eine gute Struktur und dass Ihre Zielseite nur eine Handlungsaufforderung beinhaltet.

 

07 – Neue Formate werden nicht ausprobiert

Facebook bietet regelmäßig neue Werbeformate an, die Werbetreibende nutzen können. So kamen vor nicht all zu langer Zeit die Lead-Ads oder das Vollbild-Canvas hinzu, welche sofort super funktioniert haben. Wenn Sie diese Formate nicht ausprobieren, werden Sie nie erfahren, ob die Formate auch für Ihre Zielgruppe geeignet sind und gut für Sie funktionieren könnten.

Dazu müssen Sie natürlich regelmäßig in Ihren Werbeanzeigenmanager hineinschauen und Ihre Anzeigen regelmäßig überwachen und optimieren.

Sie brauchen Hilfe bei Facebook? Wir sind für Sie da!

 

Wenn Sie einfach nicht die Zeit oder das Wissen haben, um Facebook als echtes Marketinginstrument für Ihr Unternehmen zu verwenden, dann buchen Sie doch unverbindlich und kostenlos ein Beratungsgespräch mit einem unserer Experten.

Wir freuen uns auf unser Gespräch mit Ihnen!

Autor: Kevin Fiedler

Kevin Fiedler ist Online-Marketing-Spezialist der Experteam GmbH.